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Die 10 wichtigsten Fragen rund um das Thema Allergien
(mm) Ob Pollen, Gräser, Lebensmittel, Hausstaub oder Tierhaare - bereits 30 Prozent aller Menschen reagieren auf bestimmte Substanzen allergisch. Gerade in den nächsten Wochen, wenn Blüten- und Gräserpollen wieder durch die Lüfte wehen, werden die Arztpraxen wieder Hochkonjunktur bekommen. Wir haben die zehn wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Allergien für Sie zusammengestellt:
1. Wie entsteht eine Allergie? Bei einer Allergie wird aus bisher noch ungeklärter Ursache ein eigentlich harmloser Fremdstoff (z.B. Birkenpollen) als gefährlich eingestuft. Das Immunsystem bildet Antikörper (vom Typ IgE) gegen diesen Fremdstoff. Während in der ersten Sensibilisierungsphase noch keine spürbare allergische Reaktion stattfindet, bindet das Allergen bei erneutem Kontakt an spezifischen IgE-Antikörper auf den Mastzellen, die zahlreiche Entzündungsstoffe ausschütten. Insbesondere die Freisetzung von Histamin führt zu allergischen Reaktionen wie Juckreiz, verstärkter Schleimbildung oder Atemnot.
2. Warum gibt es immer mehr Allergiker? Bei der Entwicklung einer Allergie wirken verschiedene Faktoren zusammen. Nicht nur die Veranlagung, auch Lebensweise und Umwelteinflüsse spielen eine große Rolle. So glauben viele Experten, dass wir zu sauber sind. So sind beispielsweise Kinder in wohlhabenden Ländern weitaus häufiger von Allergien betroffen. Auch Kinder in Ostdeutschland litten bis zur Wende weitaus seltener unter Allergien als Kinder aus dem Westen. Grund: Sie kamen durch die vielerorts üblichen Kinderkrippen schon im Alter von wenigen Monaten viel mit anderen Kindern und damit Krankheitserregern in Kontakt, konnten so ihre Abwehrkräfte trainieren. Auch die zunehmende Isolierung der Gebäude und der damit verbundene fehlende Luftaustausch sowie Umweltschadstoffe wie Auto- und Industrieabgase werden in Verbindung mit den steigenden Allergikerraten gebracht.
3. Wie kann ich unterscheiden, ob ich eine Allergie habe oder „nur" erkältet bin? Am besten durch einen Allergietest. Da dieser jedoch nicht immer ein klares Ergebnis liefert, ist die eigene Beobachtung wichtig: In welchen Situationen tritt die Reaktion auf? Wenn dies vor allem morgens der Fall ist, könnte eine Hausstaubmilbenallergie der Auslöser sein. Hilfreich ist auch ein Allergietagebuch, das man auch im Internet unter www.allergodome.de kostenlos herunterladen kann. Wichtig: Bei unklaren Beschwerden nicht lange zögern und den Allergologen aufsuchen, weil sich manche Allergien mit der Zeit verschlimmern können (Asthmaentwicklung bei Heuschnupfen).
4. Kann ich Allergien bei meinem Kind vorbeugen? Werdende Mütter sollten sich schon in der Schwangerschaft ausgewogen ernähren, um den Kind einen gesunden Start ins Leben zu geben. Außerdem sollten Kinder bis zum 6. Lebensmonat gestillt werden. Ist das nicht möglich, hypoallergene Nahrung (z. B. Beba H. A., Aletemil H. A.) zufüttern und bei Säuglingsnahrung auf Kuhmilch- oder Sojabasis verzichten. Sorgen Sie zudem dafür, dass Ihr Kind bis zum 6. Lebensmonat nicht in Kontakt mit Tierhaaren oder tierischen Produkten kommt. Verwenden Sie Allergikerbettwäsche, die man bei 90 Grad waschen kann und verbannen Sie Staubfänger aus dem Kinderzimmer. Grund: In den ersten Lebensmonaten bildet sich das Immunsystem aus. Später, so zeigen Studien, kann übertriebene Hygiene sogar Allergien fördern.
5. Wie werden Allergien behandelt? Trotz aller Fortschritte: Bislang gibt es noch kein Allheilmittel. Die heute verfügbaren Medikamente wirken überwiegend symptomatisch, das heißt eine Heilung ist dadurch nicht gegeben. Die beste Therapie ist immer die, die genau auf den Patienten abgestimmt ist. So kann es in einem Fall genügen, die bekannten Allergene zu meiden, während manche Personen mit starkem Heuschnupfen auf Antihistamine und Kortikoide (Kortison) angewiesen sind.
6. Gibt es neue Therapiemöglichkeiten? Neu sind auch Kurzzeit-Sensibilisierungen, mit deren Hilfe bereits innerhalb von drei Wochen die Allergiesymptome verringert werden können. Bei der sublingualen Immuntherapie wird dagegen ein Allergenextrakt in den Mund getropft oder als Tablette eingenommen. Große Erwartungen knüpfen sich an den ersten monoklonalen Antikörper rhuMAb-E25. Der Wirkstoff neutralisiert bzw. bindet IgE-Antikörper und kann allergische Symptome wie Niesreiz, gerötete Augen, Husten, Atemnot, Migräne, Magen-Darm-Probleme verhindern. Auch der Medikamentenverbrauch kann unter E25, das allergenunspezifisch wirkt, drastisch gesenkt und die Lungenfunktion verbessert werden. Das Medikament ist gut verträglich und wird alle zwei bis vier Wochen unter die Haut gespritzt. Omalizumab (Xolair, Novartis) soll Mitte des Jahres erhältlich sein. Allerdings ist noch unklar, ob die gesetzlichen Krankenkassen für die Behandlungskosten aufkommen.
7. Wie gefährlich ist eine Hyposensibilisierung? Bei der bisher einzigen kausalen Therapie zur Allergie-Behandlung werden in steigender Konzentration geringe Mengen des Allergens gespritzt, bis der Körper darauf schließlich unempfindlich reagiert. Da es mitunter zu allergischen Reaktionen kommen kann, muss der Patient nach der Behandlung etwa eine Stunde unter ärztlicher Beobachtung bleiben. Achten Sie darauf, dass die Hyposensibilisierung von einem erfahrenen Allergologen durchgeführt wird. Er sollte sich vor Behandlungsbeginn ausführlich über Ihre Krankengeschichte informieren und nicht-allergische Ursachen für Ihre Beschwerden ausschließen. Eine Hyposensibilisierung ist dann sinnvoll, wenn die Beschwerden stark sind und das Allergen nicht gemieden werden kann &endash; etwa bei Allergien gegen Tierhaare, Hausstaubmilben, Pollen und Insektengifte. Die Erfolgsquote liegt zwischen 70 und 90 Prozent. Vorsicht ist geboten bei einer schweren Asthma-Erkrankung, koronarer Herzkrankheit, Schilddrüsenüberfunktion, Schwangerschaft, Rheuma, Immunschwäche sowie Leber- und Nierenleiden.
8. Wie komme ich als Allergiker am besten durch die Pollensaison? Am einfachsten wäre es, in reizarme Gebiete zu ziehen. Da sich dies jedoch nur wenige leisten können, gilt es, zu Hause den Kontakt mit den Pollen zu meiden. Auch regelmäßige Nasenspülungen mit Kochsalzlösung entfernen die an den Flimmerhärchen sitzenden Blütenpollen. Verlegen Sie Sport im Freien oder Gartenarbeit möglichst auf reizarme Zeiten, z. B. nach Regentagen (s. dazu auch nachfolgenden Text).
9. Muss ich bei einer Tierhaarallergie mein Tier abschaffen? Viele Ärzte raten dazu. Eine kanadische Studie an der Universität von British Columbia hat jedoch gezeigt, dass nur jeder fünfte Allergiker bereit ist, seine Katze wegzugeben. Und selbst die Trennung vom geliebten Hausgenossen bringt meist nur selten Besserung. Grund: Auch noch nach einem Jahr lassen sich relevante Allergenmengen in der Wohnung nachweisen. Die leichten Katzenhaarallergene gelangen sogar dorthin, wo noch nie eine Katze gelebt hat. So berichteten Forscher im Fachblatt "The Lancet" sogar von Katzenhaarallergenen in der Antarktis. Auch andere Personen können Allergene über die Kleidung weitergeben. Mehrere skandinavische Studien zeigen, dass Tierhaarallergiker besonders von einer spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) profitieren.
10. Kann man Allergien auch mit Naturheilverfahren behandeln? Ja und nein: Es gibt zahlreiche Untersuchungen, dass eine vom Arzt oder einem seriösen Therapeuten durchgeführte Akupunktur Allergiesymp-tome lindern kann. Auch die Homöopathie kann Allergikern Linderung verschaffen: So kann beispielsweise Galphimia glauca Heuschnupfen-Symptome wie laufende Nasen oder tränende Augen ebenso wirksam lindern wie ein herkömmliches Antihistaminikum. Die Behandlung muss jedoch auf den Patienten genau abgestimmt werden.
Aus Medical Mirror, Februar 2001
Johannes Padberg, Apotheker - zum Seitenanfang
Wer langfristig gut mit Vitaminen und anderen Mikronährstoffen versorgt ist, erhöht seine Chancen, im Alter geistig fit zu bleiben und senkt das Risiko für Altershirnkrankheiten wie Alzheimer oder Parkinson.
Zu den Schutzstoffen gehören die antioxidativen Vitamine C, E, und das Betacarotin, Folsäure und die Vitamine B6 und B12, außerdem Zink, Selen und sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide oder Phytoöstrogene. Mehrere Studien zeigten, dass zwischen diesen Mikronährstoffen und der Hirnleistung ein Zusammenhang besteht. In der Basler Studie zum Beispiel korrelierten die Vitamin C- und Carotinspiegel im Blutplasma mit dem Langzeitgedächtnis. Zum gleichen Ergebnis kam eine britische Studie: Die geistigen Leistungen waren in der Gruppe mit den höchsten Vitamin-C-Spiegeln am besten, in der mit den niedrigsten Vitamin-C-Spiegeln am schlechtesten.
Eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen wirkt sich nicht nur positiv auf die geistige Fitness im Alter aus. Sie schützt auch vor Altershirnkrankheiten, bei deren Entstehung oxidativer Stress, also freie Radikale, eine Rolle spielen. Dazu gehören zum Beispiel die Alzheimer- oder Parkinson-Krankheit, aber auch die Arteriosklerose. Gefäßverkalkung ist der wichtigste Wegbereiter unter anderem für Herzinfarkt und Hirnschlag: So ergab eine Untersuchung aus Holland, dass Personen mit einem hohen Teekonsum deutlich weniger Hirnschlag und Herzinfarkte erlitten als Personen mit niedrigem Teekonsum. Eine Erklärung hierfür könnte sein, dass schwarzer und grüner Tee antioxidativ wirkende Flavonoide enthält, sekundäre Pflanzenstoffe also, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegensteuern und damit indirekt die Hirnversorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff beeinflussen. Auch die Basler Studie zeigt, dass eine hohe Zufuhr an Vitamin C und Betacarotin nicht nur vor geistigem Abbau, sondern auch vor Hirnschlag schützt.
Eine vollwertige Kost mit täglich fünf Portionen Obst und Gemüse, mehrmals Fleisch und Fisch pro Woche sowie ausreichend Getreide- und Milchprodukte liefert alle notwendigen Nährstoffe. Wichtig dabei ist: Ein wirksamer Schutz stellt sich nur dann ein, wenn diese Kost auf Dauer beibehalten wird. Wer sich ein Leben lang schlecht ernährt, spürt dies meist erst im Alter. Personen, die in den 70er-Jahren niedrigere Vitaminspiegel hatten, erbrachten 20 Jahre später schlechtere Hirnleistungen als diejenigen, die damals besser mit Vitaminen versorgt waren. Ein gewichtiges Argument, sich schon früh an eine gesunde Ernährung zu gewöhnen, denn die Defizite sind später nicht mehr aufzuholen.
Quelle: DAZ 02/2001
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Unsere Venen leisten schwere ArbeitDie Arterien versorgen den Körper mit sauerstoffreichem Blut. Aufgabe unserer Venen ist es, das verbrauchte Blut anschließend zum Herzen zurückzuleiten. Und da dies von unten nach oben erfolgt, also der Schwerkraft entgegen, müssen die Venen Schwerstarbeit leisten! Dabei spielen neben dem Arteriendruck die Muskelpumpen der Beine und die Venenklappen eine ganz wichtige Rolle. Bei jeder Anspannung der Beinmuskulatur - z.B. beim Gehen - drückt die Muskelpumpe auf die Venen und preßt dabei das Blut in Richtung Herz. Dabei öffnen sich die Venenklappen und lassen das Blut hindurchfließen. Dann schließen sie sich wieder, damit das Blut nicht zurückfließen kann.Fehlt die notwendige Muskelarbeit und läßt die Elastizität der Venen nach, erhöht sich der Druck des Blutes auf die Venenwände. Sie werden überdehnt, die Venenklappen schließen nicht mehr richtig. Die Folge: Das Blut staut sich in den Venen. Auf Dauer weiten sie sich zu Krampfadern aus und werden porös.
Aufgepaßt! Schon müde und schwere Beine können erste Anzeichen eines beginnenden Venenleidens sein. Schwellen die Beine zudem noch an, so ist das in jedem Fall ein Warnsignal. Besenreiser und Krampfadern sind bereits deutliche Zeichen geschädigter Venen. Wer dann nichts unternimmt, riskiert unter Umständen schwerwiegende Folgeerkrankungen bis hin zu einem offenen Bein oder einer Thrombose.
Wie kommt's? Tatsache ist, daß viele von uns sich einfach zu wenig bewegen, zuviel sitzen oder stehen. Negativ auswirken können sich auch Übergewicht, Rauchen und zu enge Kleidung. Natürlich spielen auch erblich bedingte Bindegewebsschwächen und Veränderungen im Hormonhaushalt (z.B. während der Schwangerschaft) eine wichtige Rolle.
Was kann man tun? Das Beste ist zweifellos: rechtzeitig vorbeugen! Übergewicht und zu wenig Bewegung müssen nicht sein, auch Stöckelschuhe und hautenge Hosen sollten nicht täglich Teil der Garderobe sein. Regelmäßige Bewegung ist ganz wichtig. Spazieren gehen, Wandern und Tanzen sind äußerst venenfreundliche Aktivitäten. Gerade im Anfangsstadium können Rosskastanienextrakte helfen. Sie dichten die Venenwände ab und verhindern so, dass Wasser ins Gewebe austreten kann.
Sehr gut wirksam sind Stützstrümpfe. Diese geben den Beinen von außen Halt, unterstützen die Muskelpumpe und erleichtern so den Venenklappen ihre Arbeit.
Übrigens: Bei modernen Stützstrümpfen schließt die Medizin keinesfalls die Mode aus! Sie sind heute aus hautfreundlichen Materialien, sehr fein gewirkt und in vielen modernen Farben erhältlich.
Wir in der REHRENER APOTHEKE bringen Ihre Beine wieder in Topform - lassen Sie sich beraten!
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Langstreckenflüge, aber auch Reisen mit mehrstündiger Sitzdauer in Auto, Bus oder Bahn stellen eine gesundheitliche Gefährdung dar, von der die meisten Urlauber nichts ahnen: die Reise-Thrombose.
Urlauber mit durchgemachter Venenthrombose oder Lungenembolie, Blutgerinnungsstörungen und Gipsverband wissen möglicherweise um ihr Risiko. Da aber prinzipiell für alle Erwachsenen auf Reisen mit einer länger als vierstündigen Sitzdauer schon ein gewisses Thromboserisiko besteht, steigen viele Reisende völlig ahnungslos in ihr Langstrecken-Vehikel. Jedoch: Nur wer seine Gefährdung kennt, kann Vorsorgemaßnahmen ergreifen:
Möglichst viel trinken Der Flüssigkeitsbedarf ist in der trockenen Luft von klimatisierten Fahrzeugkabinen besonders hoch.
Richtige Kleidung Bequeme Schuhe und Kleidung tragen. Keine im Becken- und Hüftbereich beengende Wäsche.
Richtiges Sitzen Nicht die Beine übereinanderschlagen. Unterseite der Oberschenkel möglichst wenig belasten. Wenn sich die Gelegenheit bietet, Beine hochlegen. Öfters Bewegungsübungen mit den Füßen ausführen.
Regelmäßige Bewegungspausen Bewegung tut den Venen gut. Möglichst jede Stunde einmal auf und ab gehen und öfters mit beiden Füßen gleichzeitig in den Zehenstand gehen.
Wer zur Gruppe der besonders gefährdeten Personen gehört, sollte unbedingt Vorsorgemaßnahmen mit seinem Arzt absprechen.
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Gesundheit und Schönheit für die ganze Familie
Seit Jahrtausenden gepriesen! Obwohl schon im Altertum geschätzt - Molke-Trinkkuren verordnete schon Hippokrates gegen Gicht und Lebererkrankungen - spielt Molke in unserer heutigen Ernährung kaum eine Rolle. Dass sich das jetzt langsam ändert, hat gute Gründe.
Molke ist ursprünglich nur ein Abfallprodukt der Käseherstellung - aber was für eins: Neben einem hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen finden sich darin reichlich Milchzucker, dafür aber fast kein Fett und Milcheiweiß. Sie hat einen niedrigen Cholesteringehalt, enthält jedoch die lebenswichtigen Proteine Albumin und Globulin, die Bestandteile des menschlichen Blutplasmas sind. Da die Nährstoffe in Wasser gelöst sind, können diese vom Körper besonders leicht aufgenommen und verwertet werden. Molke regt den Stoffwechsel an und wirkt entschlackend. Natürliche Milchsäure sorgt im Darm für eine gesunde Bakterienbesiedlung und kann auch äußerlich bei Hautproblemen und kleinen Wunden helfen.
Was ist Molke? Molke fällt als Nebenprodukt bei der Käseherstellung an. Die Milch wird dazu mit dem Lab, einem Enzym aus dem Rindermagen, versetzt. Das Milcheiweiß gerinnt und kann zu Käse weiterverarbeitet werden. Der flüssige Rest ist die Süßmolke. Gibt man der Milch statt Lab Milchsäurebakterien zu, entsteht die sogenannte Sauermolke.
Was bewirkt Molke? - Anregung der Leberfunktion
- Senkung des Cholesterinspiegels
- Ausschwemmen von Stoffwechselschlacken
- Verbesserung der Darmflora
- Optimierung der Darmtätigkeit
- Verminderung entzündlicher Prozesse
- Stabilisierung des Nervensystems
- Verbesserung des Kreislaufs
Wie wird Molke angewendet? Für eine Molke-Trinkkur brauchen Sie keinen Kurort und keine Fastenklinik aufzusuchen. Molkepulver gibt es pur oder in verschiedenen Geschmacksrichtungen in der Apotheke. Das Pulver kann man in Wasser, Tee oder Säften anrühren oder ins Müsli oder Dessert mischen.
Besonders wertvoll ist Molke durch die spezielle Zusammensetzung ihres Eiweißes bei der Unterstützung einer Diät. Sie sorgt dafür, dass - etwa beim Fasten - nicht körpereigenes Eiweiß abgebaut wird und verhindert so eine schädliche Unterversorgung.
Machen Sie doch einmal einen Molketag. Am besten reservieren Sie sich dafür einen freien Tag, den Sie vorrangig Ihrer Gesundheit und Ihrem Wohlbefinden widmen. Das Grundrezept ist denkbar einfach: Sie trinken 1 Liter Molke - von insgesamt 3 Liter Flüssigkeit an diesem Tag - und essen nur leichte Kost. Besonders effektiv ist es, wenn Sie zusätzlich Frischpflanzensäfte (z. B. Brennessel, Löwenzahn, Artischocke) trinken.
Entschlackungs- und Fastenkur: Für eine kurmäßige Anwendung wird stündlich ein Glas Molke getrunken, pro Tag 3 Liter. Wem dies zu viel ist, der kann einen Teil auch durch Fruchtsäfte, Mineralwasser oder Tee ersetzen oder die Molke damit mischen. Verzichten Sie entweder auf feste Speisen oder essen Sie nur Obst und Gemüse. Die Kur sollte etwa 10 bis 14 Tage dauern. Fragen Sie unbedingt Ihren Arzt, wenn bei Ihnen behandlungsbedürftige Erkrankungen vorliegen.
Tipp: Molke eignet sich auch hervorragend zur Hautpflege. Regelmäßige Bäder und Waschungen mit Süßmolke sorgen für eine streichelzarte junge Haut. Sauermolke ist ideal bei Ekzemen und Hautentzündungen. Mittlerweile gibt es auch eine Reihe von Kosmetikprodukten mit Molke, z. B. Duschgels, Badezusätze, Seifen etc.
Fragen Sie in der REHRENER APOTHEKE nach. Wir beraten Sie gern.
Johannes Padberg, Apotheker - zum Seitenanfang
Bei allen Wintersportarten, z.B. Abfahrtski, Langlauf, Rodeln oder Snowboard ist die Haut extremen Belastungen ausgesetzt.
Vor allem drei Faktoren sind beim Wintersport von Bedeutung: - Die (extrem) niedrigen Temperaturen. (Der Fahrtwind kann bei einem Skiläufer zu einer weiteren Absenkung der Hauttemperatur führen.)
- Die Austrocknung der Haut durch die geringe Luftfeuchtigkeit.
- Die starke UV-Einstrahlung, vor allem im Hochgebirge. (Reflexion von Eis und Schnee muß außerdem berücksichtigt werden.)
Kälteschutz Seitens der Haut kommt die jahreszeitlich bedingte Trägheit der Talgdrüsen hinzu. Ab Temperaturen unter +8 Grad Celsius produziert die Haut kein Fett mehr. Eine im Sommer fettige Haut kann daher zur Winterszeit trocken werden. Besonders für den trockenen Hauttyp ist das von Bedeutung, daher sollten Fett und Feuchtigkeit dringend zugeführt werden.
Sonnenschutz Im Winter liegt in unseren Breiten ein Minimum an UV-Strahlung vor. Die Winterhaut ist demgemäß sonnenungewohnt, sie ist pigmentärmer und die Hornschicht in ihrer Stärke ("Lichtschwiele") nicht so ausgeprägt. Hinzu kommt, dass Skifahrer meist den ganzen Tag unterwegs sind und sich in der Sonne aufhalten. Das bedeutet für den Sonnenschutz: möglichst hohe Sonnenschutzfaktoren wählen.
"Après-Ski" für die Haut Nach dem Skifahren braucht die durch Sonne, Wind und Kälte strapazierte Haut mehr denn je eine gezielte Pflege. Hier eignen sich Produkte mit erythemlindernden Substanzen, mit Feuchthaltefaktoren (z.B. Glycerin, Harnstoff) oder mit regenerierendem Vitamin (z.B. Panthenol).
Tipps für den Winterurlaub Körper und Haut langsam an die veränderten Umweltbedingungen gewöhnen (Kälte, Winde, Lufttrockenheit und vor allem an die UV-Strahlung). Keine übertrieben langen Sonnenbäder. In der ersten Woche über 2000 m Höhe grundsätzlich Lichtschutzfaktoren über 10 verwenden. Nach der Sonnengewöhnung können Sie die Sonnenexpositionszeit verlängern und/oder die anfangs verwendeten Lichtschutzfaktoren langsam senken. Verwenden Sie geeignete (Winter-)Sonnenschutzmittel. Keine Öle (zu schwacher Faktor), keine stark wasserhaltigen Öl/Wasser-Emulsionen, keine Hydrogele. Statt dessen: Fetthaltige Cremes. Überwiegt die Kälte, sollten wasserfreie Kälteschutzcremes verwendet werden. Auch bei bedecktem Himmel ist Sonnenschutz erforderlich. Die Strahlung wird durch Reflexion verstärkt. Die empfindlichen Lippen sind wegen fehlender Abwehrmechanismen besonders durch geeigneten Stifte zu schützen. Stets UV-absorbierende Sonnenbrillen oder Gletscherbrillen tragen. Auch an die Kopfbedeckung sollte gedacht werden. Die von der Sonne, Wind und Kälte ausgetrocknete Haut abends nach dem Reinigen mit Après-Präparaten pflegen. Viel Feuchtigkeit zuführen.
Elisabeth Battermann, Apothekerin - zum Seitenanfang
Sonne gehört einfach zum Leben! Gebräunte Haut steht für Vitalität, Fitneß und Wohlbefinden. Sonnenbestrahlung aktiviert den Organismus über die Anregung der verschiedenen Stoffwechselvorgänge, aber übermäßige Sonnenbäder haben auch negative Wirkungen auf unsere Haut. Durch die Abnahme der Ozonschicht und damit bedingte deutliche Zunahme der UV-Strahlung kann es schnell zum Sonnenbrand und, als Spätschäden, zur Frühalterung und zum Hautkrebs kommen. Es hängt entscheidend von unserem Verhalten ab, ob die positiven oder negativen Wirkungen der Sonne überwiegen.
Sechs goldene Sonnenregeln
1. Sonnenschutzmittel mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad gleichmäßig auftragen. Vorher Kosmetika, Deo und Parfüm sorgfältig abwaschen.
2. Lichtschutzfaktor dem Hauttyp entsprechend auswählen. Bei Lichtschutzfaktor 10 kann man gemessen an der Eigenschutzzeit zehnmal länger in der Sonne bleiben bis zum Eintritt einer Hautrötung.
3. Empfindliche Hautpartien (Lippen, Nasenrücken) brauchen ein Sonnenschutzmittel mit höherem Lichtschutzfaktor als unempfindliche (evtl. Sunblocker)
4. Nach dem Bad unbedingt den Sonnenschutz erneuern. Ausnahmsweise ist hier mehr auch mehr!
5. Stark reflektierende Flächen (heller Sand , Schnee, Wasser) sind besonders gefährlich, höheren Faktor benutzen, auch im Schatten Lichtschutz verwenden.
6. Nach jedem Sonnenbad die Haut gut reinigen und mit feuchtigkeitsspendenden Cremes oder Lotionen pflegen.
Gern geben wir Ihnen weitere Tips und helfen Ihnen bei der Auswahl von Produkten, die auf Ihren Hauttyp abgestimmt sind.
Elisabeth Battermann, Apothekerin - zum Seitenanfang
Gut geschützt in den Urlaub - ganz gesund wieder zurück
Haben Sie mit den Vorbereitungen für die schönste Jahreszeit schon begonnen?
Zur Vorfreude gehört ebenfalls die Vorsorge.
Auch wenn heute die Urlaubsparadiese nur wenige Flugstunden entfernt sind, sollte man die möglichen Gefahren nicht unterschätzen. Klimawechsel, intensive Sonnenbestrahlung, fremde Kost, Infektionskrankheiten, vor allem mit Kindern ist doppelte Vorsicht geboten. Wer beruhigt abreisen will, sollte deshalb möglichst frühzeitig an die wichtigsten Gesundheitsmaßnahmen denken, die ein ungetrübtes Urlaubsvergnügen garantieren.
Besonders wertvoll sind dabei die Informationen aus Ihrer Rehrener Apotheke mit dem TravelMED-Service.
Hier erhalten Sie tagesaktuelle persönliche Gesundheitsinformationen über 250 Länder. Vorgeschriebene Impfungen, Gesundheitsrisiken in Ihrem Reiseland, Vorsorge - bei Ihrem Apotheker sind diese Informationen kostenlos erhältlich. Er ist Ihnen auch behilflich, wenn es um den Inhalt einer auf spezielle Anforderungen abgestimmten Reiseapotheke geht und stellt Ihnen auf Wunsch ein maßgeschneidertes Urlaubspaket (Impf-, Sonnen-, Insektenschutz) zusammen.
Auch für die Kleinen ist etwas im kostenlosen Apothekenpaket zur Aktion "Reisen mit Kindern" enthalten: der unterhaltsame Bastelbogen sorgt für Kurzweil bereits während der Reise und für Abwechslung am Ferienort.
Schauen Sie doch mal rein, bevor Sie starten!
Gabriele Frings-Feldmann, Apothekerin - zum Seitenanfang
Schützen Sie sich und Ihre Familie!
Zecken leben in Bodennähe. Wir streifen sie an Wegrändern, Wiesen, Gärten und Parks im Frühjahr bis in den späten Herbst beim Vorbeigehen ab. Sie beißen uns und saugen sich mit Blut voll. So unangenehm das auch ist, meist hat sich die Sache mit dem Herausziehen des Parasiten erledigt. Doch leider nicht immer.
Zecken können zwei Krankheiten übertragen:
die durch Bakterien ausgelöste LYME-BORRELIOSE und die besonders gefährliche Viruserkrankung FRÜHSOMMER-MENINGOENZEPHALITIS (FSME), eine Hirnhautentzündung
LYME-BORRELIOSE: Die Erreger der Borreliose werden i.d.R. erst einen Tag nach Beginn des Blutsaugens übertragen. Eine ringförmige Rötung der Haut um die Einstichstelle und grippeähnliche Symptome können auf eine Borreliose hinweisen. Wochen, Monate oder gar erst Jahre später können dann Herzrhythmusstörungen, Entzündungen des Herzmuskels, der Haut, der Gelenke oder des Zentralnervensystems auftreten. Die Krankheit kann mit Antibiotika behandelt werden. Eine Schutzimpfung gibt es noch nicht.
FRÜHSOMMER-MENINGOENZEPHALITIS (FSME): Das FSME-Virus wird sofort nach Beginn des Blutsaugens übertragen. Die Entfernung der Zecke bietet deshalb keinen Schutz vor FSME! Die FSME verläuft in zwei Phasen. Nach zunächst grippeähnlichen Symptomen und einem fieberfreien Intervall von 4-5 Tagen kommt es in ca. 10% der Fälle zu einem erneuten Fieberanstieg und zu Entzündungen von Hirnhaut, Gehirn und Rückenmark. Die Therapie beschränkt sich auf die Behandlung der Symptome. Einen wirksamen Schutz bietet die FSME-Schutzimpfung, die aus 3 Teilimpfungen besteht: 2 Injektionen im Abstand von 1-3 Monaten (im Sommer auch im Abstand von 14 Tagen möglich (Schutzrate 95%)). Nach 9-12 Monaten vervollständigt eine dritte Impfung die Grundimmunisierung. Alle 3-5 Jahre sollte eine Auffrischimpfung erfolgen.
Zecken kommen weltweit vor. Solche, die das FSME-Virus in sich tragen können, finden sich in bestimmten Regionen , z.B. in Teilen Schwedens, Österreichs, Ungarns, Polens, Rußlands und der baltischen Staaten. In Deutschland werden FSME-Infektionen vor allem aus Bereichen Baden-Württembergs, Bayerns und Südhessens gemeldet.
Einen gewissen Schutz vor Zeckenstichen bieten geschlossene Kleidung und insektenabweisende Mittel aus der Apotheke (z.B. Autan, Zedan, Mosquito). Meiden Sie hohes Gras, Gebüsch und Unterholz und suchen Sie Ihren Körper und den Ihrer Kinder nach einem Aufenthalt in der Natur immer nach Zecken ab. Hat sich eine Zecke festgesetzt, kann sie mit einer Pinzette vorsichtig entfernt werden, indem man sie langsam, mit drehenden Bewegungen nach oben, herauszieht ohne sie dabei zu zerquetschen. Die Anwendung alter Hausmittel wie z.B. Nagellack, Benzin, Öle, Margarine, etc. ist nicht zu empfehlen. Am besten ist es, zur Entfernung des Parasiten und Beurteilung der Stichstelle einen Arzt aufzusuchen.
Anke Möller, Apothekerin - zum Seitenanfang
Aktiv bleiben trotz schwacher Blase mit dem nötigen Wissen kein Problem
Viele Menschen haben ein Problem, kaum jemand spricht darüber.
Etwa 4-5 Millionen Menschen in Deutschland haben eine schwache Blase, sie können ihren Harndrang nicht mehr kontrollieren. Ein Umstand, der den Betroffenen eine aktive Teilnahme am täglichen Leben erschwert.
Sind Sie...
selbst betroffen? Angehöriger von Betroffenen? pflegende Person?
Dann geben wir Ihnen gerne Tips und Ratschläge, wie mit Blasenschwäche (med. Fachbegriff "Inkontinenz") gelebt werden kann, ohne im beruflichen und privaten Leben zu vereinsamen.
Was ist Blasenschwäche? Blasenschwäche ist der unfreiwillige Abgang kleiner Urinmengen, z.B. beim Husten, Niesen und Lachen. Später können sich diese Urinmengen auch erhöhen.
Die Blasenentleerungen sind dann häufiger, passieren unkontrolliert und unfreiwillig.
Viele Betroffene können den Urin vor allem nachts nicht halten und schaffen oft den Weg zur Toilette nicht mehr rechtzeitig.
Gründe für Blasenschwäche können sowohl das zunehmende Alter als auch Vielfacherkrankungen sein. 10% der 60-jährigen haben Blasenschwäche, im Alter von 80 Jahren sind es bereits 40%. Frauen sind häufiger als Männer betroffen.
Sie sehen, wieviele Menschen unter Blasenschwäche leiden. Dabei kann man heute mit diesem Problem aktiv leben, ohne sich schämen zu müssen.
Blasenschwäche aus medizinischer Sicht Inkontinenz hat viele Gesichter:
Streßinkontinenz überwiegend bei Frauen aufgrund einer Schwäche der Beckenbodenmuskulatur
Überlaufinkontinenz verursacht durch Blasensteine, nach Schlaganfall und Alzheimer-Erkrankung
Dranginkontinenz häufig bei Männern hervorgerufen durch Prostataleiden, nach Diabetes und Durchblutungsstörungen
Schätzungsweise nur 10% aller Betroffenen sind in ärztlicher Beahndlung. Die wenigsten wissen, welche Form der Inkontinenz vorliegt, und welches Hilfsmittel verwendet werden muß.
Ihr Arzt und Ihre Apotheke helfen Ihnen weiter!
Das ist wichtig für Sie
die ärztliche Diagnose und Therapie die kompetente Beratung in Ihrer Apotheke die eigene Vorbeugung
Blasenschwäche: Für jedes Problem die richtige Lösung
Das Wissen um Kontinenztraining und aufsaugende Produkte ist besonders wichtig. Aus falscher Scham behelfen sich viele Betroffene notdürftig mit falschen Produkten. Nur Inkontinenzprodukte in der individuell richtigen Größe sind eine wirklich sichere Lösung. Auch die richtige Hautpflege spielt eine wichtige Rolle. Das Ziel ist, die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten oder wiederherzustellen und sie möglichst unabhängig von fremder Hilfe zu machen.
Adressen, die Ihnen weiterhelfen:
GIH Gesellschaft für Inkontinenzhilfe e.V. Friedrich-Ebert-Str. 124 34119 Kassel Tel. 0561-780604 . Fax 0561-7706770
Die blaue Eule Selbsthilfeverein für Inkontinente Wiesenbuschstraße 67 45149 Essen
Hilfe für Inkontinente Personen e.V, Blackertzstraße 12 40629 Düsseldorf
Elisabeth Battermann, Apothekerin - zum Seitenanfang
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